Eltville am Rhein: Wunderschön und herausfordernd

Eltville am Rhein: Blumen und die Kurfürstliche Burg – Bild Nr. 201908252959

Eltville im Rheingau ist eine schöne teilweise malerische Kleinstadt zwischen Wiesbaden und Rüdesheim. Sie ist, wie die nachfolgenden Bilder sicher vermitteln, unbedingt einen Besuch wert. Ich war ja schon des öfteren hier und in meinem Fotoblog finden sich auch einige Bilder aus den letzten 10 Jahren. Allerdings war ich da, abgesehen von meinem letzten Besuch im vorigen Jahr noch zu Fuß unterwegs, was mir zwar zunehmend schwerer fiel, aber es ging wenigstens noch halbwegs. Jetzt ist daran nicht mehr zu denken, also habe ich es heute das erste Mal alleine mit meinem Rollstuhl gewagt, mich über Kopfsteinpflaster und die Kieswege am Rheinufer zu bewegen. Zugegebenermaßen eine echte Herausforderung. Nachdem ich nun die Lenkrollen meines Rollstuhls ausgetauscht hatte (Siehe vorhergehenden Artikel) und meine Räder mit Radnabenantrieben wieder einwandfrei funktionieren, war das jetzt der absolute Härtetest.

Alte Kelter vor dem Rosengarten der Kurfürstlichen Burg – Bild Nr. 201908252963

Nachdem ich es nun gewagt hatte, kann ich zufrieden sagen: Ich konnte alle Herausforderungen mit dieser Ausstattung ohne größere Probleme und ohne fremde Hilfe meistern, die Straßen mit Kopfsteinpflaster mit ihren Steigungen und Gefällen, sowie die Kieswege am Rheinufer und im Rosengarten der Kurfürstlichen Burg. Das alles klappte viel besser als letztes Jahr, als ich mit meinem alten Handbike von Oestrich-Winkel hierher gefahren war, um dem Rosengarten einen Besuch abzustatten. Da Handbikes und Zuggeräte leider den Nachteil einer weniger optimalen Traktion haben, hatte das damals auf den Kieswegen wenig Anlass zu Freude gegeben. Heute hingegen war es für mich ein recht entspannter Ausflug.

Bepflanzter Anhänger im Rosengarten – Bild Nr. 201908252964

Wer nun vorhat Eltville mit dem Rollstuhl zu besuchen, sollte entweder Muskeln wie ein Bodybuilder haben oder in Begleitung kommen, die bereit ist, tatkräftig Schiebehilfe zu leisten, oder eben über effektive Zusatzantriebe in den Antriebsrädern (E-Motion, Twion, E-fix oder Wheeldrive) verfügen. Und wenn dann die Lenkrollen nicht allzu klein sind (Empfehlung: 5 Zoll, 36 mm Breite der Lauffläche) dann klappt das auch. Nur eines muss ich noch erwähnen: Wie in vielen alten Kleinstädten in Hanglage, gibt es in der Altstadt kaum Gebäude ohne Stufen im Eingang. Das gilt auch für sämtliche Cafés und Gaststätten. Entsprechend sind behindertengerechte Toiletten auch Mangelware. Ich möchte zwar nicht behaupten, dass es keine gibt, aber zumindest habe ich keine gesehen. Deshalb mein Fazit: Eltville ist wunderschön und lohnt einen Besuch, aber für Rollstuhlfahrer ist die kleine Stadt im Rheingau wirklich herausfordernd.

Rosengarten – Bild Nr. 201908252966
Hortensie vor alten Burgmauern – Bild Nr. 201908252973
Biedermeierpaar im Rosenbeet am Rheinufer – Bild Nr. 201908252975
Altstadt Eltville – Bild Nr. 201908252985
Altstadt Eltville – Bild Nr. 201908252986

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