Die Rheinwelle

Die Rheinwelle in Gau-Algesheim/Rheinhessen – Bild Nr. 201908072115

Die Rheinwelle ist das gemeinsame Hallenbad der Städte Bingen und Ingelheim am Rhein. Es steht zentral dazwischen, am Rand von Gau-Algesheim. Das moderne Bad ist Sportbad, Erlebnisbad, Wellnessbad und Sauna zugleich. Es erfreut sich, weil es für jeden etwas zu bieten hat, großer Beliebtheit, sowohl im nördlichen Rheinhessen als auch im benachbarten Rheingau.

In der Vergangenheit bin ich relativ oft dort gewesen, einerseits um einige Bahnen zu schwimmen und andererseits im Solebad im Freien etwas zu entspannen. Vor drei Jahren hatte ich diese Gewohnheit mehr und mehr ruhen lassen, weil mir das Gehen so schwer fiel, dass ich mich einfach nicht mehr sicher durch das Bad bewegen konnte. Inzwischen bin ich zwar Rollstuhlfahrer, hatte aber lange Zeit nicht den Dreh bekommen, einmal den Stuhl mit in ein Hallenbad zu nehmen.

Mir war zwar klar, dass die Rheinwelle über Einrichtungen für Rollstuhlfahrer verfügt, kannte diese aber bis dahin noch nicht, deshalb hatte ich mir dann noch einmal zu dem Thema die Internetseite der Rheinwelle vorgenommen und war seitdem wieder zuversichtlich, dass ich hier mit meinem Rollstuhl gut aufgehoben bin. Nun ist mir klar, dass die Rheinwelle aufgrund ihrer Beliebtheit immer recht gut besucht ist, also entschied ich mich, nach einem rekordträchtigen heißen Sommertag am Abend hinzufahren. Das war auf jeden Fall eine gute Entscheidung, obwohl ich vielleicht noch etwas zu früh dran war. Da das Bad abends bis 23:00 Uhr geöffnet ist, macht es Sinn erst nach 20:00 Uhr zu kommen, dann geht es hier wesentlich ruhiger zu.

Doch nun zu ‚meinem‘ Besuch in der Rheinwelle mit dem Rollstuhl: Das gute Gefühl beginnt schon auf dem Parkplatz, denn es sind mehrere Behindertenparkplätze vorhanden. Weiter geht es über eine moderate Rampe, deren Bewältigung keine übermenschlichen Kräfte erfordert, hinauf zum großzügigen Foyer, wo sich auch die Kassen  befinden. Schwerbehinderte mit einem GdB ab 70 bezahlen übrigens einen ermäßigten Eintrittspreis. Der Eingangsbereich funktioniert automatisiert, aber für Rollstuhlfahrer oder Familien mit Kinderwagen steht ein Türsperre zur Verfügung, die vom Kassenpersonal geöffnet wird. So bin ich bequem in den Umkleidebereich gekommen, wo gleich am Anfang der Zugang zur Umkleide für Rollstuhlfahrer lag. Hier erwartet den Besucher ein Flur mit Zugang zum Bad, ein großzügig bemessener Umkleideraum der mit einer Liege einem Stuhl und fünf verschließbaren Kleiderspinden ausgestattet ist, und ein genauso geräumiges Badezimmer mit Toilette, Waschbecken und Dusche, das selbstverständlich mit ein Duschsitz und vielen Handgriffen ausgestattet ist, um einen möglichst problemlosen Transfer zu ermöglichen. Alles ist bequem mit dem Rollstuhl erreichbar.

Im Bad selbst gibt es zwar hier und da ein paar Stufen, aber Wege diese zu umfahren sind auch vorhanden, so geht es ohne Barrieren zu allen Schwimmbecken, zum außenliegenden Solebecken und zum Restaurantbereich. Die Wassertemperatur zwischen 28° und 30° kommt auch kälteempfindlichen Besuchern entgegen. Hätte ich es gebraucht oder gewollt, hätte man mir auch mit einem speziellen Lift den Einstieg ins Becken ermöglicht, aber das kann ich zum Glück noch ohne fremde Hilfe bewältigen. So konnte ich nach Lust und Laune ohne große Mühe zwischen Schwimmbecken und Sole pendeln, meine Bahnen schwimmen und auch relaxen, während mein Rollstuhl jeweils am Beckenrand verblieb. Das hat mal wieder Spaß gemacht und so werde ich diese Möglichkeit zum Badevergnügen wohl in Zukunft wieder öfter nutzen.

Skulptur vor der Rheinwelle in Gau-Algesheim – Bild Nr. 201109302376

Ich empfehle die Lektüre der Internetseite: https://www.rheinwelle.com

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